Thermographie

Durch den Einsatz von Wärmebildkameras ist eine zerstörungsfreie Prüfung bzw. berührungslose Inspektion der elektrischen Anlagen möglich. Die thermographische Untersuchungen an elektrischen Gebäudeinstallationen und Anlagen werden zur Sicherstellung der Ausführungsqualität und als periodische Instandhaltungsinspektion eingesetzt. Auf diese Weise werden die Schwachstellen bereits frühzeitig in der Entstehungsphase erkannt und ein unplanmäßiger Ausfall kann vermieden werden. Diese Erkenntnis hat sich in vielen Betrieben bei den für die Instandhaltung verantwortlichen Personen durchgesetzt.
 
Unsere Leistungen hierzu werden in zahlreichen Unternehmen angefragt.
 
Die nachfolgenden Beispiele zeigen typische Fehlerquellen, die nicht selten als Brandursache ermittelt werden. Die häufigsten Fehlerquellen in allen Spannungsebenen sind defekte Klemmverbindungen, die bei einer Sichtprüfung nicht festgestellt werden können. Durch gebrochene Klemmteile, Federringe und lose Schraubverbindungen entsteht ein erhöhter Übergangswiderstand, der zu überhitzten Stellen führt und somit eine potentielle Brandgefahr darstellt. Weitere thermische Störungen können durch fehlerhafte Bauteile, unterdimensionierte Kabel, Materialalterung, Lagerschaden an Motoren u.ä. auftreten.
 
Die Prüfungen erfolgen durch einen VdS anerkannten Sachverständigen für Elektrothermographie (VdS 2859).
 
Beispiel 1:
Das Beispiel zeigt mehrere Sicherungen. Die Sicherung der Phase L1 besitzt eine Temperatur von 82°C. Die gleich belasteten Sicherungen der Phase L2 und L3 besitzen lediglich eine Temperatur von 36 °C. Bei gleich belasteten Sicherungen werden auch gleiche Betriebsmitteltemperaturen erwartet. Als Konsequenz aus dieser Messung muss die Belastung der  Stromkreise überprüft und gleichmäßig verteilt werden.

Beispiel 2:
Die Leitungen an den Klemmen sind auf eine Temperatur zwischen 58 °C an den oberen Anschlüssen und 78 °C an den unteren Anschlüssen erwärmt. Die Leitungen besitzen den gleichen Leitungsquerschnitt und sind auch gleich belastet. Hierbei wird eine gleichmäßige Erwärmung der Leitungen erwartet. Als Konsequenz ist in spannungslosem Zustand eine Prüfung der Situation an den Anschlussklemmen vorzunehmen.